Rote-Flora-Spionage: Nur Schill findet es noch richtig gut | ZEIT ONLINE

Hamburgs Innenbehörde kritisiert jetzt den Einsatz einer verdeckten Ermittlerin in der linken Stadtszene. Und: Einem Einsatzleiter war ihre Arbeit im Sender FSK bekannt. VON BENJAMIN LAUFER

 

In den Räumen des FSK

In den Räumen des FSK | © Benjamin Laufer

 

Längst nicht mehr nur Autonome nehmen inzwischen am Einsatz der verdeckten Ermittlerin Iris P. in Hamburgs linker Szene Anstoß: Innensenator Michael Neumann (SPD) persönlich drückte am Mittwochabend im Innenausschuss der Bürgerschaft sein Bedauern über die Umstände der Ermittlungen aus, die die Polizistin in der Privatsphäre zahlreicher Linker und in den Redaktionsräumen des Radiosenders FSK durchgeführt hatte. „Es ist einiges nicht so gelaufen, wie wir es uns heute vorstellen“, sagte Neumann im Rathaus. „Nicht nur juristisch, sondern auch moralisch.“

 

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Voll hinter dem Einsatz der verdeckten Ermittlerin steht inzwischen wohl nur noch der ehemalige Innensenator Ronald Schill, der auch einen Teil davon politisch verantwortet. „Die verdeckte Ermittlerin hat bei der Ausforschung der terroristischen Aktivitäten der linken Szene unter vollem Körpereinsatz und Lebensgefahr wertvolle Dienste geleistet“, ließ er per E-Mail ausrichten. Dass ihr Einsatz nun herabgewürdigt werde, erfülle sein „Herz mit tiefer Trauer“.

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