Systemd: Debian entscheidet erneut über Init-Systeme | Golem.de

Systemd: Debian entscheidet erneut über Init-Systeme

Die Init-Diskussion in Debian wird fortgeführt. (Bild: Debian)

Nach einer Entscheidung des technischen Komitees stand die Verwendung von Systemd in Debian eigentlich fest. Eine Abstimmung aller Entwickler wenige Wochen vor dem Freeze von Debian Jessie könnte das nun aber ändern.

 

Ian Jackson, langjähriger Debian-Entwickler und Mitglied im technischen Komitee (CTTE) der Distribution, hinterfragt erneut die Verwendung von Systemd als Init-System in Debian. Jackson forderte deshalb eine General Resolution (GR), eine Art Urabstimmung unter allen Debian-Mitgliedern. Sein Vorschlag fand innerhalb weniger Stunden die notwendige Anzahl von Unterstützern, so dass über die GR nach einer zweiwöchigen Diskussionsphase abgestimmt werden muss.

 

Dem eingereichten Wortlaut zufolge wird allerdings nicht Systemd als solches in Frage gestellt. Vielmehr solle eine technische Richtlinie festgelegt werden, die verhindern soll, dass Anwendungen in Debian – außer in begründeten Einzelfällen – Abhängigkeiten zu einem bestimmten Init-System aufweisen. Damit soll ein Lock-In verhindert und die Möglichkeit, das Init-System zukünftig eventuell auszutauschen, erhalten werden.

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