Sinn der Arbeit: Ich arbeite, also bin ich | ZEIT ONLINE

Arbeit bestimmt, welche soziale Stellung wir haben. Wer nicht arbeiten will, gilt als Schmarotzer. Dieser Drill ist gegen die Natur. Diskutieren Sie mit! EIN GASTBEITRAG VON PATRICK SPÄT

 

Sinn der Arbeit: Ich arbeite, also bin ich

Arbeit definiert, welche soziale Stellung wir haben. | © *tigerente* / photocase.com

 

Wohl kein anderer Satz fällt auf einer Party so häufig wie dieser: „Und, was machst du so?“ Dahinter steckt die unausgesprochene Frage: „Bist du nützlich?“ Die Arbeit bestimmt unseren sozialen Stellenwert: Sag mir, was du arbeitest – und ich sag dir, wer du bist. Wir werden regelrecht nervös, wenn wir nicht den Beruf unseres Gegenübers erfahren.

 

Wer aber nichts „macht“ und offen sagt, dass er keinen Bock hat zu arbeiten und dass mitnichten jede Arbeit besser ist als keine Arbeit, der steht im Generalverdacht, zu verloddern und andere dazu anzustiften, es gleichzutun – mit dem Endergebnis, dass die ganze fleißige Gesellschaft in den Abgrund stürzt. Das Mantra unserer Zeit: Ich arbeite, also bin ich.

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