Obdachlose in Deutschland: Verdrängung mit Wasserdüsen | SPIEGEL ONLINE

Verdrängung von Obdachlosen: Von Stinkbomben und Wasserdüsen

Von Vanessa Steinmetz

 

Verdrängung: Erst aufstellen, dann einlenken

DPA

Der Hamburger Hauptbahnhof, morgens um halb acht. […] Unter dem Vordach ist klassische Musik zu hören, Sicherheitsleute der Deutschen Bahn patrouillieren. Auf der anderen Straßenseite stehen in den Bushäuschen abgerundete Sitzbänke und unweit davon einer der neuen Solar-Abfalleimer der Hansestadt.

 

Klingt nach einer nichtssagenden Ortsbeschreibung? Das kommt auf die Perspektive an: Die Musik dudelt nicht nur vor sich hin – sie soll Obdachlose und Trinker vertreiben. Die privaten Sicherheitskräfte, die das Hausrecht für das Gelände von der Stadt übernommen haben, können Platzverweise gegen Menschen aussprechen, die einfach nur auf dem Boden sitzen. Die Bänke in den windgeschützten Bushäuschen sind so gestaltet, dass sie ein längeres Verweilen quasi unmöglich machen. Bei den insgesamt 160 neuen Mülleimern verhindert eine Klappe, dass Pfandsammler hineingreifen können.

via

s.a.: Vertreibung in London: Mit Metallstacheln gegen Obdachlose – Hinz&Kunzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.