NDR-Dokumentation : Als Deutschland den Foltertod einer Studentin hinnahm | DIE WELT

Elisabeth Käsemann wurde 1977 von der Junta gefoltert und erschossen. Die Bundesregierung blieb überraschend tatenlos. Klaus von Dohnanyi äußert sich erstmals zum Tod der Deutschen in Argentinien. Von Jörn Lauterbach

 

Elisabeth Käsemann wurde von der argentinischen Militärpolizei verschleppt, gefoltert und getötet

Foto: Bild:NDR   Elisabeth Käsemann wurde von der argentinischen Militärpolizei verschleppt, gefoltert und getötet

[…] In einem eindrucksvollen Dokumentarfilm, den die ARD am kommenden Donnerstag (5. Juni) um 22.45 Uhr zeigt, äußert sich der heute 86-jährige von Dohnanyi erstmals öffentlich zu seinem Verhalten in dieser Krisensituation: „Das würde ich heute rückwirkend als einen Fehler betrachten. Hinterher ist man immer mitschuldig, mitverstrickt. Immer.“

 

Fast wirkt es, als würde es den sonst immer so kühl-analytischen Altbürgermeister von einer Last befreien, nach 37 Jahren des Schweigens über das Schicksal der jungen Frau zu sprechen, die letztlich nicht befreit wurde und von der argentinischen Junta in einer Baracke nach Wochen des körperlichen und psychischen Martyriums von hinten erschossen wurde.

 

Ein Anruf hätte den Tod verhindern können

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