Obdachlose: Wer nicht ins Bild passt, soll gehen | ZEIT ONLINE

In deutschen Städten werden Obdachlose vertrieben, private Sicherheitsdienste spielen an Bahnhöfen Polizei. Das Beispiel Hamburg zeigt: der öffentliche Raum ist umkämpft. VON DOMINIK BRÜCK UND ANNIKA LASARZIK

„DB Sicherheit“ im Hamburger Hauptbahnhof | © Jonas Walzberg

[…] „Man merkt, dass bestimmte Personen verdrängt werden sollen.“ Jörg ist Sozialarbeiter auf St. Pauli und beobachtet die Veränderung auf dem Kiez. Auch die geplante Einrichtung eines sogenannten Business Improvement Districts (BID) werde von vielen Bewohnern als weiterer Schritt gesehen, den öffentlichen Raum im Sinne von wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beschränken: „Ein BID wird St. Pauli weiter umkrempeln“, sagt Jörg. […]

Steffen Jörg, der Sozialarbeiter aus St. Pauli, glaubt, dass viele Hamburger die derzeitige Entwicklung nicht länger hinnehmen wollen: „Stadtteile sind eben mehr als ihre wirtschaftliche Rendite, sie sind Lebensumfeld für die Menschen.“ Es wäre nicht das erste Mal, dass der Stadtteil sich neue Freiräume erkämpft

via 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.