Kommentar Netzneutralität und EU: Monopolisten unter sich | taz.de

Wer ein freies Netz will, kann sich nicht auf die Tagesform von EU-Parlamentariern verlassen. Es hilft nur, sich selbst die Technologie anzueignen.

Alles schön bunt und überall will jemand Geld verdienen – grad so wie im Internet. Bild: dpa

Mit großen Worten haben wir uns im ausgehenden 20. Jahrhundert die Informationsgesellschaft versprochen. Der freie Fluss der Daten sollte die Lebensader von Ökonomie, Kultur und intellektuellem Austausch sein. Stattdessen setzte sich in kürzester Zeit eine aggressive Dominanzkultur durch. Monopolisten mit durchkommerzialisierten Angeboten bestimmen das Netz, wie wir es heute erleben: Google/YouTube, Facebook, Amazon, Netflix.

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Die einzigen, die dieser Entwicklung wirksam entgegenstehen, sind nicht EU-Parlamentarier, deren Entscheidungen von der Überzeugungskraft der Groß-Lobbyisten abhängt. Es sind die vielen kleinen Projekte in Kamerun, Indien, amerikanischen Reservaten und auch der Freifunk-Initiative in Deutschland, die mit preisgünstiger Funktechnik etwas völlig neues schaffen: ein dezentrales funktionierendes Netz.

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