Hamburger Hedonisten enttarnen sich: „Ein reines Schauspiel“ | taz.de

Privatdozent des Hedonistischen Instituts für angewandte Populismusforschung über Stammtischparolen und das leichte Spiel, mit haarsträubenden Geschichten in den Medien zu landen.

Absurde Parolen wie: „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf“ – Plakat zum Uni-Wahlkampf. Bild: Fleischliste

[…]

Ihre Gruppe nennt sich „Hedonistisches Institut für angewandte Populismusforschung“. Jetzt haben Sie mit der Fleischliste einen Platz im Studierendenparlament bekommen…

Allein der Name Fleischliste ist so absurd, dass man das ja eigentlich nicht ernst nehmen kann. Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir bei der Wahl ein paar Hundert Stimmen bekommen. Das wirft ja auch ein Schlaglicht auf die politische Kultur. In Europa gibt es ja einen Aufstieg der rechtspopulistischen Parteien. Wir haben die gleichen Mittel benutzt, wie sie Populisten in der Regel verwenden. Das ist tatsächlich angsteinflößend, mit wie wenig Aufwand man damit Erfolg haben kann.

Richtet sich die Aktion gezielt gegen Populismus im Allgemeinen oder auch konkret gegen etwas bestimmtes?

Ursprünglich richtete sich unsere Aktion nur gegen die Mopo, die in der letzten Zeit einen unerträglichen Kampagnenjournalismus etabliert hat.

[…]

Das riecht nach Kommunikationsguerilla. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich dieser Mittel zu bedienen?

Unsere Gruppe kommt aus dem Fahrwasser der hedonistischen Internationalen und beschäftigt sich mit Theorien der Kommunikationsguerilla. Also damit, wie man die Zeichen des Diskurses nutzt, um sie gegen den Diskurs selber zu wenden.

Weiterlesen »

via

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.