Quantencomputer noch lange nicht serienreif | Wissen & Umwelt | DW.DE

Es ist zwar schon im Labor geglückt, mit Quantencomputern komplexe Rechenaufgaben zu lösen. Bis die Technik zuverlässig einsatzbereit ist, können aber noch viele Jahrzehnte vergehen, sagt Physiker Michael Marthaler.

Quantenbit (Foto/Grafik: Uni Bochum)

Deutsche Welle: Was unterscheidet einen Quantencomputer von meinem PC zuhause?

Michael Marthaler: Im klassischen Computer ist die Grundeinheit der Bit. Der Bit kann die Zahlen 0 oder 1 annehmen. In einem Quantencomputer besitzen Bits mehrere Zustände gleichzeitig. Damit können Bits viel mehr Informationen in sich tragen und unglaublich viele Rechenoperationen parallel durchführen. […]

Gibt es denn schon nutzbare Quantencomputer?

Nein! Im Moment können wir höchstens 14 Quantenbits erzeugen, das ist beste, was bislang erreicht wurde. Aber selbst da waren die Bits nicht voll nutzbar. Für einen universellen Quantencomputer, den wir für Kryptografiezwecke bzw. für den Shor-Algorithmus bräuchten, brauchen wir etwa zehn Millionen Bits. Im Moment ist nicht absehbar, wann es so weit sein wird – in den nächsten zehn Jahren mit Sicherheit auf keinen Fall. Bisher ist es Forschung im akademischen Bereich.

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